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weidewelt.de

 

Weidelandschaft des Jahres 2017: 'Die Oranienbaumer Heide'

Zwischen Dessau-Roßlau, Oranienbaum und Möhlau befindet sich die 'Oranienbaumer Heide', eines der artenreichsten Gebiete im Osten Sachsen-Anhalts. Trockene Heiden und Sandrasen sind u. a. verzahnt mit thermophilen Säumen, Gebüschstrukturen und Pionierwaldstadien.

Zur langfristigen Sicherung der dort vorkommenden wertvollen Lebensräume und Arten, wurde das Gebiet in großen Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen, später in leicht abweichenden Außengrenzen auch als FFH- und SPA-Gebiet. Zusätzlich liegt die Oranienbaumer Heide zum Teil im Biosphärenreservat 'Mittelelbe'. Mit einer Fläche von 2.114 ha ist sie 2012 in das Eigentum der DBU Naturerbe GmbH übergegangen. Um einer Verbrachung und Verbuschung der Offenlandflächen entgegenzuwirken, wurde 2008 mit wissenschaftlicher Unterstützung durch die Hochschule Anhalt die Einrichtung einer Ganzjahresstandweide mit Heckrindern und Koniks durch die Primigenius GmbH des NABU Köthen begonnen. Bis 2013 wurde die Weidefläche schrittweise auf ca. 800 ha erweitert.

Der Verein 'Weidewelt' hat auf Vorschlag seines Kuratoriums die 'Oranienbaumer Heide' zur Weidelandschaft des Jahres 2017 ausgerufen. Mehr dazu unter  https://weidewelt.jimdo.com/weidelandschaften-des-jahres/2017-oranienbaumer-heide/

22. April 2017: Spendenaufruf Andalusischer Riesenesel

Der Andalusische Riesenesel ist extrem bedroht. Es existieren nur noch etwa 200 reinrassige Exemplare. Unser spanischer Projektpartner Miguel Cabello Cardeñosa  züchtet nicht nur Schwarze Merinos und zwei bedrohte Ziegenrassen, sondern auch Andalusische Riesenesel. Und das kostet Geld!

Gerade werden die Fohlen der neuen Generation geboren. Um die Haltungs- und Futterkosten decken zu können, hat sich Miguel mit der Bitte um Spenden an uns gewandt. Jede Spende ist willkommen, für 500,-- € im Jahr kann sogar die Patenschaft für ein ganz bestimmtes Fohlen übernommen werden.

Wer Interesse hat, möchte sich bitte mit Weidewelt@aol.com in Verbindung setzen.


Andalusischer Riesenesel
(Foto: weidewelt)

29. März 2017: Übergabe des Positionspapiers 'Für eine gesellschaftlich unterstützte Landwirtschaftspolitik' an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks

Ein Bündnis aus Agrar-, Umwelt-, Natur- und Tierschutz- sowie Entwicklungshilfeverbänden, darunter auch Weidewelt e. V., hat in mehrmonatiger Arbeit ein Positionspapier mit dem Titel 'Für eine gesellschaftlich unterstützte Landwirtschaftspolitik' erstellt. Mit dem Papier rufen die 30 unterzeichnenden Verbände angesichts tiefgreifender Krisen in der Landwirtschaft zu einem grundlegenden Strategie- und Politikwechsel in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU und deren Umsetzung in Deutschland auf.

Das Papier wurde am Mittwoch, den 29. März 2017 um 13:30 Uhr im Umweltministerium in Berlin an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks übergeben.

Positionspapier 'Für eine gesellschaftlich unterstützte Landwirtschaft'

15. März 2017: Bilder Europäischer Weidelandschaften

Weidewelt-Mitglied Gerd Bauschmann hat uns für die Rubrik 'Europäische Weidelandschaften' Bilder aus Galicien zur Verfügung gestellt. Diese finden Sie unter:
http://weidewelt.jimdo.com/europ%C3%A4ische-weidelandschaften/galicien-spanien/

11. März 2017: Infotafel am 'Wingert bei Dorheim'

Im Weidewelt-Projektgebiet 'Wingert bei Dorheim' wurde eine Infotafel zum Einfluss der Beweidung auf Flora und Fauna aufgestellt. Die Tafel ist Teil des Naturlehrpfads des NABU Friedberg.

Eine starke Reform für Europas Landwirtschaft

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ist gescheitert. Sie verhindert weder Arten- noch Höfesterben. 60 Milliarden Euro werden von der EU jedes Jahr an Agrarbetriebe verteilt. Setzt ein Landwirt sich besonders für Naturschutz, Ernährung oder Gesellschaft ein, wird das aber kaum belohnt. Landwirte, Verbraucher und Natur haben eine bessere Landwirtschaftspolitik verdient. Weidewelt e. V. engagiert sich gemeinsam mit anderen europäischen Umwelt-NGOs für eine nachhaltige, naturverträgliche und faire Agrarpolitik. Mit der Initiative Living Land (http://www.living-land.org/) setzen wir uns für eine starke Reform und einen grundlegenden Wandel ein.

Wir wollen eine EU-Agrarpolitik, die folgende Ziele erfüllt:

Fair: für Landwirte und ländliche Regionen
Ökologisch nachhaltig: für reine Luft und sauberes Wasser, gesunde Böden und die Vielfalt von Tieren und Pflanzen
Gesund: für gute Lebensmittel und das Wohlergehen aller Menschen
Mit globaler Verantwortung: für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung weltweit

Weidelandschaft des Jahres 2016: 'Stiftungsland Schäferhaus'

Auf Vorschlag des Kuratoriums 'Weidelandschaft des Jahres' wurde von der Weidewelt-Mitgliederversammlung das 'Stiftungsland Schäferhaus' zur Weidelandschaft des Jahres 2016 gekürt. Das 415 ha große Gebiet erstreckt sich westlich von Flensburg bis knapp an die dänische Grenze.

Um 1750 wurde auf dem größtenteils landwirtschaftlich genutzten Gebiet ein Exerzierplatz errichtet. Der bekannteste Hof war Jägerslust, nach dem der Truppenübungsplatz später benannt wurde. Von 1938 bis 1945 wurde das Gebiet von der Wehrmacht genutzt, und 1958 wurde es von der Bundeswehr zum Truppenübungsplatz ausgebaut. Im Jahre 1998 erwarb die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein den Truppenübungsplatz vom Bund und verpachtete ihn an den Verein 'Bunde Wischen'. Dort werden bis heute die Flächen naturnah bewirtschaftet und mit Rindern und Pferden beweidet. Dadurch ist der Artenreichtum an seltenen Tieren und Pflanzen enorm hoch.

Link: http://weidewelt.jimdo.com/weidelandschaften-des-jahres/2016-stiftungsland-schäferhaus/

22. Dezember 2016: Weidewelt e.V. im Internet

Der Vortrag von Gerd Bauschmann über die Arbeit von Weidewelt e. V. auf der Fachtagung 'Weidetiere und Weidelandschaften' am 08.September 2016 in Güstrow ist jetzt auch im Internet verfügbar.

Link: http://www.lung..mv-regierung.de/dateien/lls_vortrag_16_09_08_bauschmann.pdf

Ebenfalls im Internet zu finden ist ein Filmbeitrag über die 'Fiesta de la Trashumancia' am 19. November in Siruela/Extremadura mit Interviews von unserem Spanien-Repräsentanten Jesus Garzon und von Simone Bauschmann.

Link: https://m.youtube.com/watch?v=MzgF-KBHx8s

Weidewelt e. V. wünscht allen seinen zwei- und vierbeinigen Mitgliedern, Projektpartnern und Sympathisanten eine schöne Weihnachtszeit und viel Glück im neuen Jahr.

Feliz Navidad y próspero Año Nuevo

Merry Christmas and a Happy New Year

21. November 2016: Schaftrieb mit Umweltbildung

Auf Einladung von Jesus Garzon besuchten Gerd und Simone Bauschmann das 8.000-Seelen-Städtchen Arevalo in Kastilien-Leon. Hier zogen 2.000 Schafe durch die Stadt - und alle Schulkinder hatten dafür freibekommen und säumten die Straßen. Weiter ging es dann durch eine Eisenbahnunterführung und über eine Autobahnbrücke bis wieder die offene (Weide-)Landschaft erreicht war.


Schaftrieb mit Umweltbildung in Arevalo (Foto: weidewelt)

20. November 2016: Besuch bei den Rinderzüchtern 'Los hermanos García Santana'

Das Dörfchen Navadijos liegt in Kastilien am Rande der Sierra de Gredos in ca. 1.500 m über NN. Hier betreiben die drei Brüder Garcia Santana ('Los hermanos García Santana') eine Rinderzucht mit etwa 200 Avilena-Mutterkühen. Miguel Angel Garcia Santana ist gleichzeitig auch Bürgermeister des Ortes. Im November/Dezember, wenn die Berge verschneit sind, werden die schwarzen Kühe in die Extremadura getrieben, wo sie den Winter verleben. Im Juni/Juli geht es zurück in die Gredos.

Simone und Gerd Bauschmann waren bei den gastfreundlichen Brüdern, ihren Neffen und den alten Eltern eingeladen, die alle noch von der Landwirtschaft leben. Neben der Vermarktung von Zuchttieren und tierischen Produkten stellt der Tourismus inzwischen eine weitere Einnahmequelle dar.


Avilena-Rinder der Brüder Garcia Santana (Foto: weidewelt)

18. und 19. November 2016: Fiesta de la Trashumancia

Zwischen den beiden Städtchen Tamurejo und Siruela in der Extremadura fand zum 6. Mal ein Schaftrieb mit dem Fest der Transhumanz statt. Organisiert hatten es die Familie Cabello Bravo, allen voran das Ehepaar Miguel und Marisa, sowie die Bürgermeisterin von Tamurejo, Rosa María Araujo Cabello, und der Bürgermeister von Siruela, Regino Barranquero Delgado. Gerd und Simone Bauschmann nahmen auf Einladung der Stadt Siruela als Weidewelt-Vertreter an der Veranstaltung teil. Die Schafherde bestand überwiegend aus Schwarzen Merinoschafen (ovina merina negra), zwei bedrohten Ziegenrassen (la caprina verata und retinta extremeña) sowie Eseln (así como el asno andaluz).

Ca. 700 Teilnehmer begleiteten die Herde bei dem etwa 10 km langen Fußmarsch. Unter ihnen waren auch die beiden Minister für Umwelt sowie für Landentwicklung der Extremadura. Mit ihrer Anwesenheit wollten sie für die Einrichtung eines Biosphärenreservats in der Region 'La Siberia' werben.. Gerd Bauschmann sagte ebenfalls Unterstützung zu und wird in den nächsten Tagen Kontakt mit den Biosphärenreservaten Rhön und Pfälzer Wald aufnehmen. Simone Bauschmann wurde als deutsche Teilnehmerin von drei Fernsehsendern in Spanisch interviewt und hatte somit mehrere Fernsehauftritte. Für die Spanier war die Teilnahme deutscher Gäste besonders wichtig, unterstrich sie doch die Bedeutung der Transhumanz und der Region 'La Siberia' auch international


Fiesta de la Trashumancia in der Extremadura, November 2016 (Foto: weidewelt)

30. Oktober 2016: Bilder Europäischer Weidelandschaften

Weidewelt-Mitglied Hubertus Schwarzentraub hat uns für die Rubrik 'Europäische Weidelandschaften' Bilder aus Nordkreta zur Verfügung gestellt. Diese finden Sie unter:
http://weidewelt.jimdo.com/europ%C3%A4ische-weidelandschaften/nordkreta-griechenland/

In der gleichen Rubrik finden sich zudem Bilder aus der Provinz Kvemo Kartli (Niederkartlien) im Süden Georgiens von Weidewelt-Mitglied Lars Wichmann:
http://weidewelt.jimdo.com/europ%C3%A4ische-weidelandschaften/kvemo-kartli-georgien/

23. Oktober 2016: Biosphärenfest mit deutsch-französischem Bauernmarkt und Rassenschau des Landesverbands der Schaf-/Ziegenhalter und -Züchter Rheinland-Pfalz

Mit dem deutsch-französischen Bauernmarkt in Kirrweiler/Pfalz fördert das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen eine nachhaltige und dauerhafte Entwicklung, die nicht nur ökonomische Aspekte sondern auch den Umweltschutz und soziale Gesichtspunkte berücksichtigt. Durch die Märkte wird außerdem die gemeinsame regionale Identität des deutsch-französischen Grenzraumes sichtbar und dessen Zusammenwachsen gefördert.

Beim deutsch-französischen Bauernmarkt präsentierten rund 40 ausgewählte Erzeuger aus den Nordvogesen und dem Pfälzerwald regionale, handwerkliche und umweltschonend erzeugte Produkte wie Schinken, Salami, Wurst, Fleisch, Marmelade, Fisch, Käse, Wein, Marmelade, Honig usw.

Mit dabei war auch der 'Landesverband der Schafhalter/Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz e. V.', mit dem sich der Weidewelt-Vorsitzende verabredet hatte, um Gespräche über Beweidungsprojekte in Rheinland-Pfalz zu führen. Zu drei verschiedenen Schäferinnen und Schäfern konnten Kontakte geknüpft werden.


Alpines Steinschaf (Foto: weidewelt)

16. Oktober 2016: GEH-Jubiläum mit Pouitou-Esel-Prämierung

Zahlreiche bedrohte Nutztierarten und -rassen wurden auf dem Marktplatz in Witzenhausen aufgetrieben, um der Bevölkerung einen Überblick über die Rassevielfalt zu vermitteln. Höhepunkt der Veranstaltung, zu der auch Gerd und Simone Bauschmann eingeladen waren, war die Prämierung der Pouitou-Esel, einer Riesenesel-Rasse aus Frankreich. Entsprechend war die Jury auch aus dem Nachbarland angereist, während die Kandidaten aus ganz Deutschland zusammengekommen waren.

Komplettiert wurde das GEH-Jubiläum durch eine Bilderausstellung von KünstlerInnen und FotografInnen sowie Kulinarischem von bedrohten Nutztieren.


Pouitou-Esel (Foto: weidewelt)

9. Oktober 2016: Besuch der Nutztierarche Storrer

Der Hof der Familie Storrer in Eulenbis bei Kaiserslautern ist von VIEH e.V. als Nutztierarche anerkannt. Zum Hof gehören rund 50 ha Grünland und 2 ha Wald, 15 ha davon sind Naturschutzgebietsflächen. Das Grünland wird von Walliser Schwarznasenschafen, Walliser Schwarzhalsziegen und Poitou-Eseln beweidet, die alle im Herdbuch geführt werden. Dazu kommen weitere Tierarten und –rassen.

Der Hof ist ein Erlebnis-Bauernhof. Für Schulklassen, Kindergarten- und Erwachsenengruppen sind, auf die Altersgruppen abgestimmt, Unterrichtskonzepte ausgearbeitet, die projektartig durchgeführt werden.


Walliser Schwarznasenschafe (Foto: weidewelt)

25. September 2016: Archetag in der Archeregion Kellerwald

Bei wunderschönem Herbstwetter fand der 2. Arche-Tag der Arche-Region Kellerwald statt. Er war kombiniert mit der 10. Direktvermarktermesse Waldeck-Frankenberg. Rund um die Kellerwaldhalle und die Kultur-Arche in Frankenau wurden regionale Produkte und bedrohte Haustierrassen präsentiert. Die Arche-Region als Teil eines Naturschutz-Großprojektes basiert u. a. auch auf einem 2004 erstellten Konzept von Weidewelt/NZH 'Modellhof Frankenau - Förderung von Regionalentwicklung, Naturschutz und umweltverträglichem Tourismus durch Aufbau eines Landschaftspflegehofes mit Lernbauernhof im Umfeld des Nationalparks Kellerwald-Edersee – ein Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt einer Kulturlandschaft'.


Schäferwagen als Info-Mobil des Naturparks sowie ein Teil der ausgestellten Tiere (Foto: weidewelt)

18. September 2016: Herbstwanderung im Weidewelt-Projektgebiet 'Wingert bei Dorheim'

Gemeinsam mit dem NABU Friedberg präsentierte Weidewelt e. V. das Projektgebiet 'Wingert bei Dorheim'. Etwa 30 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. Nach einer Vorstellung des Gebietes durch den Weidewelt-Vorsitzenden Gerd Bauschmann wurde das Thema Naturschutz und Beweidung ausführlich behandelt. An der Schafherde wurden die Unterschiede zwischen Mahd und Beweidung sowie zwischen den einzelnen Tierarten und –rassen vermittelt. Zum Abschluss wurden die Weidewelt-Faltblätter 'Wingert bei Dorheim', 'Viehweide' und 'Schafrassen' verteilt.


Herbstwanderung am Wingert bei Dorheim (Foto: weidewelt)

11. September 2016: Sommerfest der Arbeitsgemeinschaft Altdeutscher Hütehunde (AAH)

Auf Einladung von Schäfermeister Heinrich Elmshäuser, Vorsitzender der AAH Hessen, nahmen Gerd und Simone Bauschmann am Sommerfest des AAH in Herborn-Burg teil. Geboten wurden u. a. das Hessische Leistungshüten sowie eine Präsentation der Schläge der Altdeutschen Hütehunde. Neben dem Hüten gab es Vorführungen der Altdeutschen bei der Lebensrettung und beim Agility.


Altdeutscher Hütehund Fuchs (Foto: weidewelt)

27. bis 29. August 2016: Schäferfest Hungen

Vom 27. bis 29. August fand in der Schäferstadt Hungen das Hessische Schäferfest mit Leistungshüten, Schäferlauf und Umzug statt. Bürgermeister Rainer Wengorsch hatte dazu auch Gäste aus Spanien eingeladen. Gekommen waren die Vorsitzende der Landfrauen aus Kantabrien, Angelines Balbas, und ihre Tochter Celia Machos. Begleitet wurden sie von unserem spanischen Weidewelt-Partner Jesus Garzon von Trashumancia y naturaleza. Für die reibungslose spanisch-deutsche Übersetzung sorgte die Hungenerin Charlotte Vorreau-Weber, die Frau von Stadtrat Hans-Jürgen Weber.

Die Spanier fühlten sich auf dem Schäferfest sichtlich wohl und nahmen in ihrer Landestracht auch am sonntäglichen Umzug teil. Zur Gruppe gesellte sich Stefan Hämmerle, Wanderphilosoph und Buchautor aus Illertissen in Schwaben, ein glühender Verfechter der Transhumanz-Idee.

Am Montag gab Bürgermeister Wengorsch noch einen Empfang im Hungener Rathaus, bei dem die beiden Damen das Wappen von Kantabrien übergaben. Jesus Garzon und Weidewelt-Vorsitzender Gerd Bauschmann hoben noch einmal die Wichtigkeit von Weidetieren und Weidelandschaften für die Nachhaltigkeit hervor und schlugen ein europäisches Netzwerk von Schäferstädten und Weidelandschaften vor.


Spanische Delegation beim Umzug (v. links) Celia Machos, Jesus Garzon, Charlotte Vorreau-Weber, Stefan Hämmerle und Angelines Balbas (Foto: weidewelt)

12. bis 15. Juni 2016: Bayerische Beweidungs-Experten besuchen Mittelhessen

Vom 12. bis 15. Juni besuchten Naturschützer und Beweidungs-Experten aus Bayern unter Leitung von Dr. Andreas Zahn auf Anregung des Vereins Weidewelt e.V. Beweidungsgebiete in Mittelhessen (sieheExkursionsplan).

Am Sonntag führte Udo Seum, Leiter des Arbeitskreises Wetterau der HGON, die Gruppe im Auenverbund Wetterau – Weidelandschaft des Jahres 2015. Bei strömendem Regen wurden die Heckrinder in den Nidderauen bei Stockheim besichtigt, anschließend die Beweidung mit verschiedenen Rinderrassen im Mähried bei Staden und dann bei Sonnenschein die Kombibeweidung mit Mutterkühen und Exmoorponies im Bingenheimer Ried.

Der Montag begann mit einer Exkursion zu Wasserbüffeln bei Rückingen. Hier wurde die Bayern-Gruppe geführt von Günter Hunold vom Forstamt Hanau-Wolfgang und dem Tierhalter Veit Leinberger. Anschließend wurden die Exkursionsteilnehmer von der Biologin Ulrike Balzer zu den Przewalski-Pferden in Campo Pond bei Hanau und auf der Hohen Warte bei Gießen geführt.


Przewalski-Pferde auf der 'Hohen Warte' bei Gießen (Foto: weidewelt)

Der dritte Tag gehörte dem abgelaufenen LIFE-Projekt 'Wetterauer Hutungen'. Einen halben Tag verbrachten die Bayern mit Bodo Fritz vom NABU Langd im FFH-Gebiet 'Köppel von Langd' mit anschließendem Mittagessen in der Hungener Käsescheune, in der auch eine Schaukäserei und der 'Erlebnisraum Schaf und Natur' zu finden ist. Angesichts aufziehender Gewitter unternahm die Gruppe am Nachmittag lediglich zwei kleinere Exkursionen in die FFH-Gebiete 'Klappersberg' bei Unter-Widdersheim und 'Lohberg' bei Unter-Schmitten. Geführt wurden sie dabei von Kerstin Bär vom Fachdienst Umwelt- und Naturschutz der Stadt Nidda.


 Kerstin Bär vom Fachdienst Umwelt- und Naturschutz der Stadt Nidda erläutert 'Wetterauer Hutungen' (Foto: weidewelt)

Am Mittwoch verließen die bayerischen Naturschützer dann Mittelhessen, um über einen Zwischenstopp bei den Wildeseln (Kulanen) in den Weilbacher Kiesgruben nach Rheinland-Pfalz weiterzufahren, wo weitere Beweidungsprojekte angeschaut werden konnten.

3. Juni 2016: Weidelandschaft des Jahres 2016 ausgezeichnet

Bei herrlichem Sommerwetter überreichte der Weidewelt-Vorsitzende Gerd Bauschmann am 3. Juni die Auszeichnung 'Weidelandschaft des Jahres 2016' für das 'Stiftungsland Schäferhaus' an Gerd Kämmer, den Geschäftsführer von 'Bunde Wischen', einen Verein, der derzeit etwa 1.500 ha Weideflächen in Schleswig-Holstein betreut. Wie Bauschmann sagte, habe er sich davon überzeugen können, dass Bunde Wischen absolut professionell geführt werde und die drei Standbeine, Naturschutz, Landwirtschaft und Gesundung eine perfekte Einheit bilden.

Gerd Bauschmann wies in seiner Rede auf die Bedeutung von Weidelandschaften für die Biologische Vielfalt, den Klima-, Hochwasser- und Grundwasserschutz, die Erholung und nicht zuletzt für die Erzeugung gesunder Nahrungsmittel hin.. Er dankte den Menschen, die im Stiftungsland Schäferhaus Weitsicht bewiesen haben und 1998 den ehemaligen Truppenübungsplatz vom Bund übernommen und an 'Bunde Wischen' verpachtet hatten. Von diesen anwesend waren der Schleswig-Holsteinische Umweltminister Dr. Robert Habeck, Dr. Walter Hemmerling, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg, Dr. Wolfgang Buschmann, sowie mehrere Bürgermeister der umliegenden Gemeinden. 

Artikel Flensburger Tageblatt vom 6.6.2016


Übergabe der Auszeichnung 'Weidelandschaft des Jahres 2016: (v.l.) Gerd Bauschmann (Vorsitzender 'Weidewelt' e.V.), Gerd Kämmer (Geschäftsführer 'Bunde Wischen') und Robert Habeck (Umweltminister Schleswig Holstein).

28. / 29. Mai 2016: Witzenhausener Ökolandbau-Studenten im Auenverbund Wetterau

Am 28. und 29. Mai führten 12 Witzenhausener Studenten der Fachrichtung 'Ökologischer Landbau' eine Exkursion in die Wetterau durch, bei der sie vom Weidewelt-Vorsitzenden Gerd Bauschmann begleitet wurden. Schwerpunkt der Exkursion waren die wiedervernässten und beweideten Grünlandflächen im Auenverbund Wetterau – Weidelandschaft des Jahres 2015. Am Sonntag stand noch ein Highlight an: Die Fahrt mit dem 'Wetterauer Vogel-Zug' entlang verschiedener Naturschutzgebiete. Die Eisenbahnfreunde Wetterau hatten dafür extra eine Sonderfahrt eingeplant und 4 Personen als Begleitpersonal bereitgestellt. Die Teilnehmer wurden mit tollen Eindrücken belohnt und konnten insgesamt 83 Vogelarten notieren.


Der Wetterauer Vogel-Zug (Foto: weidewelt)

20. bis 29. Mai 2016: Hessentag Herborn

Auf dem Hessentag in Herborn informierte der Weidewelt-Vorsitzende Gerd Bauschmann am Gemeinschaftsstand von GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) und AAH (Arbeitsgemeinschaft Altdeutscher Hütehunde) über die Arbeit von Weidewelt. Bei den ausgelegten Flyern und Broschüren war das Faltblatt über Hirtenhunde am gefragtesten.


Gemeinschaftsstand von GEH und AAH beim Hessentag in Herborn 2016
(Foto: weidewelt)

04. bis 09. Mai 2016: Schottland-Exkursion

Bilder der Exkursion des Weidewelt-Vorsitzenden Gerd Bauschmann mit der GEH zu Weidelandschaften und Weidetieren Schottlands unter:
http://weidewelt.jimdo.com/europäische-weidelandschaften/highlands-schottland/
http://weidewelt.jimdo.com/europäische-weidelandschaften/lowlands-schottland/

30. April 2016: Hirtenhunde - Beschützer der Herden

Pünktlich zur Veranstaltung der Naturschutzakademie Hessen 'Willkommen Wolf – Informations- und Aktionstag rund um den Wolf' in Wetzlar wurde das überarbeitete Weidewelt-Faltblatt 'Hirtenhunde - Beschützer der Herden' fertig.

23. April 2016: Wetterau-Exkursion des NABU-Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf

Das Bingenheimer Ried in der 'Weidelandschaft des Jahres 2015: Auenverbund Wetterau' und das Weidewelt-Projektgebiet 'Wingert bei Dorheim' waren die Wunschziele des NABU-Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf in der Wetterau. Organisiert wurde die Exkursion von Weidewelt in Kooperation mit den NABU-Ortsgruppen Bingenheim und Friedberg.

Bei strömendem Regen wurden die Gäste am Bingenheimer Ried begrüßt vom Weidewelt-Vorsitzenden Gerd Bauschmann und von Josef Tiefenbach, als ehemaliger Förster für die Pflege des Schutzgebietes von Amts wegen zuständig und nun ehrenamtlich im NABU Bingenheim aktiv. Tiefenbach berichtete über die Anfänge der Schutzbemühungen und über die aktuellen Erfolge bei der Pflege des Gebietes mit Rindern und Exmoorponies. Als ornithologische Highlights konnte Gerd Bauschmann, der beruflich in der Staatlichen Vogelschutzwarte arbeitet, Trauerseeschwalben und Dunkle Wasserläufer präsentieren. Durch das Fernrohr wurden nicht nur Enten, Gänse und Schwäne beobachtet, sondern auch die mit etlichen Paaren im Gebiet brütenden Störche. Interessant waren auch Braunkehlchen und Steinschmätzer, die in Trupps durch das Gebiet zogen.


Rinderbeweidung im Bingenheimer Ried
(Foto: weidewelt)

Von Bingenheim aus ging es nach Dorheim, wo der NABU Friedberg um deren Vorsitzende Ruth Müller bereits einen kleinen Imbiss mit Produkten vom Dorheimer Wingert aufgebaut hatte. Insbesondere die flüssigen Nahrungsmittel hatten es den Gästen aus dem Marburger Land angetan: Apfelsaft und Apfelwein von den Streuobstwiesen, Liköre aus verschiedenen Früchten und ein Schnaps vom 'Dorheimer Streifling', einer lokalen Apfelsorte.

Beim anschließenden Gang über den Wingert, der von Gerd Bauschmann und Axel Müller vom NABU-Vorstand geleitet wurde, waren sich die Gäste einig: 'Ein kleines Paradies – ein Garten Eden!' Dies resultiert, so Bauschmann, aus der guten Zusammenarbeit zwischen den agierenden Personen und Vereinen, neben dem NABU Friedberg sind dies der Verein Weidewelt, der die Beweidung am Wingert seit 25 Jahren als Projekt betreut, die Faunistische Landesarbeitsgemeinschaft Hessen (FLAGH), die bisher am Wingert rund 600 Tierarten nachgewiesen hat, die Jagdpächter, die Imker und nicht zuletzt die Grundstückseigentümer und Bewirtschafter. Nicht umsonst wurde der Wingert als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet. Und wie zufällig stieß auch Ernst Ruppel vom Imkerverein Friedberg und Umgebung dazu, der am Wingert einen Lehrbienenstand mit Informationstafeln betreut.


Exkursionsteilnehmer am Wingert bei Dorheim (Foto: weidewelt)

Blühende Hochstamm-Obstbäume jeglichen Alters und unterschiedlichster Sorten, von Schafen beweidete magere Wiesen mit Salbei und Schlüsselblumen, der Gesang von Gartenrotschwanz, Wendehals und Grünspecht – all das macht den Reiz der Streuobstwiesen am Wingert aus. Und am Rande des Wingerts liegt der Sauerbrunnen mit dem Brunnenwärterhaus, von dessen regionaler Gastronomie sich die Gäste aus Marburg-Biedenkopf zum Abschluss des ereignisreichen Tages verwöhnen ließen.

14. April 2016: Langjähriger Geschäftsführer Hubertus Schwarzentraub nicht mehr im Weidewelt-Vorstand

Hubertus Schwarzentraub, Gründungsmitglied und langjähriger Geschäftsführer von Weidewelt, kandidierte auf der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung nicht mehr für den Vorstand. Die Versammlung wählte Lars Wichmann zum neuen Geschäftsführer. Alle anderen Vorstandsposten bleiben unverändert.
Der Weidewelt-Vorsitzende Gerd Bauschmann dankte Schwarzentraub für seine geleistete Arbeit und seine absolute Zuverlässigkeit. Hubertus Schwarzentraub bleibt dem Verein treu und darf nun als Kassenprüfer den Vorstand 'kontrollieren'.

13. März 2016: Ansaatversuch zur (Re-)Etablierung artenreicher Stromtal-Pfeifengraswiesen

Weidewelt-Mitglied Dr. Stefan Nawrath und Vorsitzender Gerd Bauschmann haben auf einer Versuchsparzelle einen Streifen mit Samen bedrohter Pfeifengraswiesen-Pflanzen eingesät. Die beiden Spenderflächen liegen nur maximal 1 km von der Versuchsparzelle entfernt. Zur Vorbereitung wurde zuerst das Altgras gemäht, dann der Oberboden mit einer Schälmaschine abgetragen und der Samen von Prachtnelke, Teufelsabbiss und Co. eingewalzt. Über die Ergebnisse dieses Ansaatversuchs zur (Re-)Etablierung artenreicher Stromtal-Pfeifengraswiesen soll ein Monitoringbericht verfasst werden.

Weidelandschaft des Jahres 2015: Auenverbund Wetterau

Alljährlich ruft „Weidewelt – Verein für naturschutzkonforme Landnutzung durch Beweidung“ die „Weidelandschaft des Jahres“ aus. Dazu macht ein Kuratorium, dem neben „Weidewelt e. V.“ auch Vertreter des „Deutschen Verbandes für Landschaftspflege“ (DVL), von „Taurus Naturentwicklung“, der „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ (GEH) und „Weideverein Taurus“ angehören, bis zu drei Vorschläge. Aus diesen wird dann in der Weidewelt-Mitgliederversammlung die „Weidelandschaft des Jahres“ gekürt. Für 2015 fiel die Wahl auf den „Auenverbund Wetterau“, zwischen Frankfurt und Gießen in Hessen gelegen.
Pressemitteilung


Bingenheimer Ried mit Exmoor-Ponies und Höckerschwänen im Hintergrund (Foto: Gerd Bauschmann)

4. und 5. November 2015: Klausur der Verbände-Plattform in Fulda

Seit dem Jahr 2000 arbeitet ein Zusammenschluss aus anfangs 15 und inzwischen ca. 30 Verbänden des Verbraucher-, Natur-, Tierschutzes und der bäuerlichen Landwirtschaft für die Veränderung der europäischen Agrarpolitik. Ziel ist es, durch den Einsatz deutscher und europäischer Fördermittel eine natur- und sozialverträgliche Landwirtschaft zu schaffen. Die in der Plattform organisierten Verbände stimmen sich und ihre Arbeit zu allen relevanten agrarpolitischen Themen ab, beziehen gemeinsam dazu Stellung und betreiben gemeinsame Lobbyarbeit. Die Koordination liegt bei EuroNatur und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Seit 2015 ist auch 'Weidewelt e. V.' Teil der Plattform. Im November findet eine Klausurtagung mit Beteiligung des Weidewelt-Vorsitzenden in Fulda statt.

http://www.euronatur.org/Die-Verbaendeplattform.1034.0.html

24. bis 28. Oktober 2015: Besuch einer Delegation der Schäferstadt Hungen in Spanien mit Treffen in der Schäferstadt Siruela

2014 kam es zu einem Treffen des Präsidenten unseres spanischen Partners 'Trashumancia y naturaleza', Jesus Garzon, mit dem Bürgermeister der hessischen Schäferstadt Hungen, Rainer Wengorsch. Anschließend besuchte der Weidewelt-Vorsitzende Gerd Bauschmann in der Extremadura/Spanien die Schäferstadt Siruela und den dortigen Bürgermeister Regino Barranquero Delgado. 

Beide Treffen liefen so positiv, dass Weidewelt den Vorschlag für eine Umweltpartnerschaft beider Schäferstädte machte (siehe Konzept). 'Trashumancia y naturaleza' hat die Idee aufgegriffen, und eine Hungener Delegation nach Spanien eingeladen. Diese wird, begleitet von Gerd und Simone Bauschmann, vom 24. bis 28. Oktober nach Spanien fliegen und unter Führung von Jesus Garzon einige Highlights erleben (siehe Programm).

8. Oktober 2015: Vortrag 'Beweidung von Streuobstwiesen'

Im Rahmen einer Veranstaltung der Naturschutz-Akademie Hessen (NAH) „Erhalt und Förderung der Biodiversität von Streuobstwiesen“ hielt der Weidewelt-Vorsitzende einen Vortrag zum Thema Beweidung, der insbesondere auf den Weidewelt-Forschungsergebnissen des Projektgebietes „Wingert bei Dorheim“ aufbaute.

5. Oktober 2015: Unterstützung für spanisches LIFE-Projekt

Der spanische Weidewelt-Partner 'Trashumancia y naturaleza' hat bei der EU das LIFE-Projekt „Wiederherstellung von Lebensräumen gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Lebensräume) durch extensiver Beweidung“ eingereicht. Das Projekt zielt darauf ab, die Bedeutung der extensiven Beweidung für die Wiederherstellung degradierter Lebensräume zu zeigen und auf ihre wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Werte hinzuweisen.

Für das Projekt hat 'Weidewelt e. V.' die Unterstützung zugesagt mit dem Ziel, Synergien zu fördern und die Übertragbarkeit der Ergebnisse in Deutschland und der gesamten EU zu gewährleisten.


Waldweide St. Martin
(Foto: Gerd Bauschmann)

23. September 2015: Fachtagung mit Erfahrungsaustausch 'Beweidung im Naturschutz'

Organisiert vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz fand die diesjährige Beweidungstagung, an der auch der Weidewelt-Vorsitzende teilnahm, unter dem Motto „Waldbeweidung und praktische Fragen der Projektumsetzung“ statt. Neben mehreren Vorträgen, die sich mit ökologischen Aspekten (insbes. Dungkäfer und Vegetation) und praktischen Maßnahmen (Zaunquerungen im Hochwasserabflussbereich, Umgang mit Neophyten) beschäftigten, erfolgte eine Exkursion in die Waldweide St. Martin.

10. Mai 2015: Abendspaziergang Wingert

Am Sonntag, dem 10. Mai 2015 um 18:00 Uhr startet der Weidewelt-Abendspaziergang über den Wingert bei Dorheim. In diesem Streuobstgebiet wird die Pflege des Grünlandes mit Schafen und Ziegen praktiziert. Mehrere bedrohte Rassen grasen dort, gerade ist Lammzeit. Gerd Bauschmann wird aber nicht nur die Weidetiere vorstellen, sondern den gesamten Lebensraum Streuobstwiese betrachten. Unterstützt wird er dabei von Ernst Ruppel, Imkerberater des Imkervereins Friedberg und Umgebung. Treffpunkt für die Veranstaltung, die wieder in Kooperation mit dem NABU Friedberg im Rahmen der Hessischen Naturschutz-Erlebnistage durchgeführt wird, ist der Parkplatz am Neukauf-Markt in der Schwalheimer Straße in Friedberg-Dorheim.


Beweidung mit Rhönschafen am Wingert bei Dorheim (Foto: Gerd Bauschmann)

28. April 2015: Vortrag 'Weidelandschaften in Europa'

Auf Einladung des HGON-Arbeitskreises Wetterau referiert Gerd Bauschmann über typische europäische Weidelandschaften. Der Bogen spannt sich von der Extremadura (Spanien) über die Camargue (Frankreich), Oostvaardersplassen (Niederlande) und New Forest (Großbritannien) bis nach Mittelskandinavien und über die ungarische Puszta und die Save-Auen (Kroatien) bis in die Türkei und endet im Auenverbund Wetterau – 'Weidelandschaft des Jahres 2015'.

Der Vortrag findet um 19.30 Uhr statt im Willy-Bauer-Saal der HGON-Geschäftsstelle, Lindenstraße 5, 61209 Echzell.
Der Eintritt ist frei.

19. März 2015: 25 Jahre Landschaftsschutzgebiet 'Auenverbund Wetterau'

Im festlich hergerichteten Plenarsaal des Kreishauses des Wetteraukreises am Europaplatz in Friedberg fand die Festveranstaltung '25 Jahre Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau' statt.

Nach Begrüßung und Einführung durch Landrat Joachim Arnold zog Dezernatsleiterin Gabriele Fillbrandt vom RP Darmstadt ein Resümee über die vergangenen 25 Jahre und gab einen Ausblick auf die Zukunft. Als besondere Ehre für den Auenverbund Wetterau hob sie die Wahl zur 'Weidelandschaft des Jahres' hervor.

Den anschließenden Festvortrag unter dem Titel 'Auenverbund Wetterau – Beispiel für einen ökologisch und kulturell zukunftsfähigen Landschaftswandel' hielt Edgar Reisinger von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Mitglied des Kuratoriums 'Weidelandschaft des Jahres'. In den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte er den inzwischen weit über die Grenzen der Wetterau bekannten Slogan „Wasser rein, Rinder drauf – mit der Fauna geht’s bergauf“. Als Zukunftsvision nannte er die Durchführung eines LIFE-Projektes und die Weiterentwicklung des Auenverbundes Wetterau zu einem Weideverbund. Die Ideen dazu lägen bereits in der Schublande des Vereins Weidewelt, es müsse nur noch jemand im Kreis oder im hessischen Umweltministerium gefunden werden, der mutig vorangehe.

24. Februar 2015: Extensive Beweidung in der Agrarpolitik – Bilanz und Perspektiven

Vom Deutschen Verband für Landschaftspflege und dem Landschaftsverband Rheinland gemeinsam organisiert war die mit 160 Teilnehmern sehr gut besuchte Fachtagung in Köln-Deutz, an der auch der Weidewelt-Vorsitzende Gerd Bauschmann teilnahm.

Thema der Veranstaltung war die enorme Auswirkung der Europäischen Agrarpolitik auf jede Form der Beweidung. Nach Begrüßung und Einstieg wurde das Thema in mehreren Blöcken angegangen. So wurde zuerst der europäische und bundesweite Rahmen abgesteckt, dann wurden Beispiele für die Umsetzung in den Ländern vorgestellt mit den Auswirkungen auf Betriebe, und am Ende kamen die betroffenen Tierhalter und Naturschützer in Kurzstatements zu Wort. Die Vorträge kann man sich hier anschauen und herunterladen.

24. bis 26. November 2014: Insel Vilm

Ende November fand in der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz auf der Insel Vilm die Veranstaltung mit Workshopcharakter „Grünland quo vadis – Wanderschäfer und Milchbauern sichern das Grünland – Wie lange noch?“ statt. Gerd Bauschmann hielt dabei einen Vortrag „Bedeutung der Schafhaltung für die Avifauna“. Ergebniss der gesamten Veranstaltung: Die wichtigsten Punkte sollen zusammengefasst und die Vorstellung des BfN für ein Weiterarbeit an diesem wichtigen Thema dargelegt werden.

03. bis 05. November 2014: Extremadura/Spanien

Im Südosten der Extremadura, im Dreiländereck mit Kastilien und Andalusien, liegt das Städtchen Siruela, ein historisches Zentrum der Schafhaltung. Hier konnten bedrohte Schaf-, Ziegen-, Rinder- und Eselrassen besichtigt und Kontakte mit den Züchtern aufgenommen werden. Außerdem stand ein Empfang beim Bürgermeister auf dem Programm, der plant, gemeinsam mit „Transhumancia y naturaleza“ in Siruela ein Hirtenmuseum zu errichten. Weidewelt wird dies ideell unterstützen. Wunderbare Eindrücke hinterließen auch die Kraniche, die in den Steineichenhainen der Extremadura überwintern und dort auf den Viehweiden Eicheln fressen.


Die vom Aussterben bedrohten Braunen Merinos werden in Siruela gezüchtet,… (Foto: Gerd Bauschmann)

 
…ebenso die Andalusischen Riesenesel (Foto: Simone Bauschmann)

02. November 2014: Madrid/Spanien

Ein jährliches Spektakel ist der Schafstrieb durch Madrid auf einer der seit 1273 durch königliches Edikt von Alfons dem Weisen ausgewiesenen „Canadas real“, die seit 2007 auf einer Indexliste der UNESCO als Vorstufe einer zukünftigen Kandidatur zum Welterbe stehen.


Etwa 2000 Schafe werden durch die Calle Major getrieben (Foto: Gerd Bauschmann)

31. Oktober bis 01. November: Aragon und Kastilien/Spanien

Als Transhumanz wird in Spanien die Wanderweidewirtschaft bezeichnet, bei der Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde über größere Strecken zwischen den Sommer- und Winterweiden pendeln. Gerd Bauschmann begleitete kurzzeitig eine 3000köpfige Schaf- und Ziegenherde mit ihren vier Schäfern, die Ende Oktober von der Sommerweide an der Grenze von Aragon zu Kastilien-La Mancha startete, um nach ca. einem Monat auf den Winterweiden im Norden von Andalusien anzukommen. Fazit: Ein grandioses Erlebnis.

 

28. September 2014: Frankenau

Von 2002 bis 2004 wurde unter Leitung von Gerd Bauschmann (damals NZH) in einer Arbeitsgruppe (Mitglieder u. a. der damalige Bürgermeister von Frankenau und heutiger Landrat des Kreises KB, Dr. Rainer Kubat, Achim Frede vom Nationalpark Kellerwald, Antje Feldmann von der GEH) unter dem Arbeitstitel „Kulturlandschaft Frankenau“ ein Papier erstellt, mit dessen Hilfe Bundes- und EU-Mittel für die Weiterentwicklung der Region südlich des Nationalparks akquiriert werden sollten.


Neun Tierhalter erhalten die Auszeichnung für die „Arche-Region Kellerwald“ (Foto: G. Bauschmann).

Die fertige Projektskizze (Stand 14.06.2004) trug den umständlichen Titel „Modellhof Frankenau - Förderung von Regionalentwicklung, Naturschutz und umweltverträglichem Tourismus durch Aufbau eines Landschaftspflegehofes mit Lernbauernhof im Umfeld des Nationalparks Kellerwald-Edersee – ein Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt einer Kulturlandschaft“.

Viele der im NZH-Konzept enthaltenen Ideen fanden sich wieder bei der Beantragung des Naturschutzgroßprojektes Kellerwald, das vom Bund In Zusammenarbeit mit dem Land Hessen als Kofinanzier Ende 2005 bewilligt wurde. Seit 2009 werden die im Pflege- und Entwicklungsplan vorgesehenen Maßnahmen sukzessive umgesetzt. Eines der Teilprojekte, die  fast 1:1 aus der ursprünglichen Projektskizze übernommen wurde, ist die Einrichtung der Arche-Region Kellerwald mit dem Einsatz bedrohter Nutztierrassen in Naturschutz und Landschaftspflege.

Die Arche-Region Kellerwald wurde am 28. September eingeweiht, ebenso der Arche-Erlebnispfad durch das BfN. Bei einer Planwagenfahrt mit VIPs (darunter auch Gerd Bauschmann) wurden sowohl die schon existierenden als auch die noch geplanten Maßnahmen vorgestellt.

14. September 2014: Fischbach bei Dahn

Auf Einladung des Direktors des Biosphärenreservats Pfälzerwald – Nordvogesen nahm Gerd Bauschmann am 5. Schäferfest und deutsch-französischen Biosphären-Bauernmarkt am Biosphärenhaus in Fischbach bei Dahn teil. Dort konnten auch Kontakte zum Landesverband der Schafhalter Rheinland-Pfalz geknüpft werden.


Rassenschau des Landesverbands der Schafhalter Rheinland-Pfalz (Foto: G. Bauschmann).

31. August 2014: Hungen

Auf Einladung der Stadt Hungen waren Gerd Bauschmann und Jesus Garzon Ehrengäste des Hessischen Schäferfestes 2014 und nahmen in der Gruppe des Life+-Projektes „Wetterauer Hutungen“ am Festumzug teil.


Gerd Bauschmann (links) und Jesus Garzon (mit Hut und Schäferschippe) mit der Gruppe des Life+-Projektes (Foto: S. Bauschmann).

29. August 2014: Hungen

Am 7. November 2008 unterzeichnete Weidewelt für das geplante Life+-Projekt “Hutungen der nördlichen Wetterau” die “DECLARATION OF SUPPORT FROM THE COMPETENT AUTHORITY”. Diese Unterstützung war nötig, um den Antrag überhaupt erst auf den Weg zu bringen. In unserer Begründung der Unterstützung wurde formuliert:

Da sich unser Verein schon seit Jahren um die (Re-)Etablierung von Beweidungssystemen u. a. auf naturschutzfachlich wertvollem Grünland bemüht, werden wir das beantragte LIFE+ Projekt im Rahmen unserer Möglichkeiten gerne unterstützen.
Unsere Unterstützung könnte z. B. folgendes umfassen:

  • Kostenlose Beratung in allgemeinen Fragen von Landschaftspflege und Beweidung
  • Werbung für das Projekt z. B. auf unserer homepage www.weidewelt.de
  • Einarbeitung und Konkretisierung unseres beim Archäologischen Park Glauberg und beim Landesamt für Denkmalpflege eingebrachten Konzeptes „Keltische Nutztiere am Glauberg“
  • Mitarbeit bei Konzeption und Durchführung einer wissenschaftlichen Begleitforschung zur Effizienz von Beweidungsmaßnahmen (hierin verfügen wir über langjährige Erfahrungen)

Das Life+-Projekt wurde mit einer Laufzeit von 5 Jahren genehmigt. Leider wurden unsere Angebote der Unterstützung nicht in Anspruch genommen.

In diesem Jahr endet die Laufzeit und so fand am 29. August 2014 die Abschlusstagung statt, u. a. mit einem Vortrag unseres Mitglieds Johannes Lang „Beweidung und Jagd – Einfluss von Entbuschung und Beweidung auf Wildtiere“.

Anschließend folgte ein öffentlicher Vortrag von Jesus Garzon „Auf den Canadas – Neubelebung und Erhaltung der Hütetradition in Spanien“.

27. August 2014: Glauberg und Büdingen

Gemeinsame Exkursion von Gerd Bauschmann und Jesus Garzon zu markanten Punkten der „Archäologielandschaft Wetterau“. Begeistert war Jesus Garzon von den Rekonstruktionen des römischen Limes und Wachturms bei Limeshain, vom Glauberg mit seinem Keltenmuseum und vom mittelalterlichen Stadtkern von Büdingen. Die Idee wurde besprochen, wie diese kulturellen Schätze noch weiter touristisch aufgewertet werden könnten. So hatte Bauschmann bereits vor mehreren Jahren an verschiedene Gremien im Wetteraukreis eine Projektskizze eingereicht und den Vorschlag gemacht, an den verschiedenen Stationen solche Nutztiere zu zeigen, die der jeweiligen Epoche entspricht.

Weiteres Thema war die EU-Agrarreform mit ihren Auswirkungen auf die extensiven Formen der Beweidung, wie großflächige Ganzjahresbeweidung oder Wanderschäferei.



Jesus Garzon und Gerd Bauschmann am Keltenmuseum auf dem Glauberg (Foto: S. Bauschmann).

24. August 2014: Markgröningen

Der Vorsitzende Gerd Bauschmann war auf Wunsch unseres Spanien-Repräsentanten Jesus Garzon Gast beim Schäferfest und Schäferlauf in Markgröningen. Gespräche konnten geführt werden mit C.-P. Hutter (Präsident Nature-Life International und Leiter der Naturschutzakademie BW) und M. Rösler (MdB).


Traditionell diente der Schäferlauf als „Heiratsmarkt“ für den Schäferinnen- und Schäfernachwuchs (Foto: G. Bauschmann).
 

11. Juni 2014: 54. Hessentag in Bensheim

Wie in jedem Jahr nahm auch in diesem der Vorsitzende am Hessentag (diesmal in Bensheim) teil. Einen Tag lang wurde der Verein Weidewelt mit seinen Zielen auf dem Stand unserer Kooperationspartnerin GEH auf dem Gelände der Landesausstellung „Der Natur auf der Spur“ vorgestellt.


Stand der GEH mit zwei Dülmener „Wildpferden“ (Foto: G. Bauschmann).

11. Mai 2014: Weidewelt - Wanderung über den Dorheimer Wingert

Am Sonntag, dem 11. Mai, findet um 18:00 Uhr eine naturkundliche Wanderung im Weidewelt-Projektgebiet „Wingert bei Dorheim“ statt. Das Streuobstgebiet wird seit Ende der 80er Jahre mit Schafen und Ziegen beweidet. Zahlreiche faunistische und floristische Untersuchungen belegen den hohen ökologischen Wert des Gebietes.

Die Wanderung beginnt am Parkplatz des Neukauf-Marktes in der Schwalheimer Straße in Friedberg-Dorheim. Sie dauert ca. 2 Stunden. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Die Veranstaltung, die gemeinsam mit dem NABU Friedberg durchgeführt wird, ist ein Beitrag zu den 9. Hessischen Naturschutz-Erlebnistagen.

14. - 23. Juni 2013: 53. Hessentag in Kassel

Vom 14. – 23. Juni 2013 fand in Kassel der 53. Hessentag statt. Im Rahmen der Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hatte unsere Partnerorganisation GEH am Ufer des malerisch gelegenen BuGa-Sees wieder einen attraktiven Stand mit zahlreichen bedrohten Haustierrassen aufgebaut.

Auch unser Weidewelt-Vorsitzender Gerd Bauschmann beteiligte sich an der Standbetreuung und konnte wieder etliche Besucher über die Vorteile von naturschutzkonformer Landnutzung durch Beweidung informieren.



Rotes Höhenvieh am GEH-Stand in Kassel (Foto: G. Bauschmann).

3./4. Mai 2013: Extensive Weiden für Europa

Am 3. Mai 2013 fand in der Naturschutz-Akademie Hessen in Wetzlar eine Veranstaltung zum Thema "Extensive Weiden für Europa  Erfahrungen für die EU-Agrarpolitik" statt. 

Viele Kulturlandschaften in Europa werden durch extensiv beweidetes Grünland geprägt. Regionen, die seit historischer Zeit beweidet wurden, beherbergen noch heute eine überaus reiche Biodiversität. Zudem trägt Beweidung zum Einkommen der ländlichen Bevölkerung bei. Extensiv beweidetes Grünland zu erhalten, stellt aus vielen Gründen eine herausragende Aufgabe bei der künftigen Gestaltung der Agrarpolitik dar.

Veranstalter waren in Kooperation Weidewelt e.V. und die Naturschutz-Akademie Hessen (Programm).

PDF´s der dort gehaltenen Vorträge finden sich auf der homepage der NAH:


 

Exkursion zum Bingenheimer Ried (Foto: G. Bauschmann).

Als Ergänzung zur Veranstaltung „Extensive Weiden für Europa – Erfahrungen für die EU- Agrarpolitik“, wurde am 4. Mai 2013 zum Thema "Extensive Weiden in Hessen" eine Exkursion zu verschiedenen hessischen Weideprojekten durchgeführt. Auch der spanische Beweidungs-Experte Jesus Garzon nahm an der Exkursion teil (Programm).


Februar 2012:
Endbericht zum Projekt „Augenweiden in Hessen“

Im Jahr 2008 wurde von der Abteilung Landwirtschaft des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) die Idee für ein Projekt zur Förderung der Agrobiodiversität im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen geboren und im Oktober 2008 von der Nachhaltigkeitskonferenz beschlossen.

In der konstituierenden Sitzung der Projektgruppe am 12.Januar 2009 wurde die prinzipielle Vorgehensweise für die Projektarbeit festgelegt. Weitere Sitzungen folgten. Von verschiedenen Akteuren wurden 21 Projektvorschläge eingereicht, die in vier Themenkomplexe (Projektsäulen) zusammengefasst wurden:

  1. Grünland und Weiden: Augenweiden in Hessen
  2. Obst- und Gemüsegarten Hessen
  3. Vielfältige Fruchtfolgen im Ackerbau
  4. Sicherung der Bienenpopulation

Zum Koordinator der Projektsäule 1 wurde Dr. Richard Neff  (Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Eichhof) bestimmt, zum Sprecher Gerd Bauschmann (Vorsitzender Weidewelt, Koordinator für Naturschutz der GEH und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staatlichen Vogelschutzwarte).

Beteiligte Organisationen/Behörden waren:

  • Büro Projektentwicklung im Naturschutz, Arolsen (Prof. Dr. Eckhard Jedicke)
  • Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH), Witzenhausen (Antje Feldmann, Dr. Hendrik Sommer, Gerd Bauschmann)
  • Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Abt. Landwirtschaft (Dr. Jörg Hüther)
  • Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Standort Eichhof, Bad Hersfeld (Dr. Richard Neff)
  • Planungsgruppe für Natur und Landschaft (PNL), Hungen (Dr. Heiko Sawitzky)
  • Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie, Friedberg (Dr. Beate Alberternst, Dr. Stefan Nawrath)
  • Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland (VSW), Frankfurt (Gerd Bauschmann)
  • Weideverein TAURUS, Marburg (Klaus Erber)
  • Weidewelt e.V., Wetzlar (Gerd Bauschmann)

Das Projekt und somit auch die Projektsäule „Grünland und Weiden: Augenweiden in Hessen“ begann 2009  und endete im Oktober 2011. Der Endbericht wurde nun vorgelegt.
 

6. Juli 2011: Ministerin Puttrich stellt auf dem Hessentag Poster und Postkartenserie zu Weidelandschaften vor

Die Hessische Landesregierung will eine nachhaltige Entwicklung des Landes voranbringen und hat daher im Mai 2008 die „Nachhaltigkeitsstrategie Hessen“ ins Leben gerufen. Verschiedene Projektgruppen entwickeln Projektpläne und begleiten ihre Umsetzung. Achtzehn zukunftsweisende Projekte werden derzeit umgesetzt, die meisten aus dem Bereich Energie/Klimaschutz.

Das Projekt „Artenvielfalt in Hessen - auf Acker, Wiesen und in Gärten“ wurde von der Abteilung Landwirtschaft des HMUELV initiiert und basiert auf vier Säulen. Neben anderen Akteuren ist auch die Vogelschutzwarte daran beteiligt. So wird in der Projektsäule „Grünland und Weiden: Augenweiden in Hessen“ die Etablierung und Förderung von Weideverbundsystemen angestrebt, die – teilweise in Kulissen von EU-Vogelschutzgebieten – auch die Verbesserung der Situation der Wiesenvögel zum Ziel haben. In der Projektsäule „Obst- und Gemüsegarten Hessen“ geht es nicht nur um die Erhaltung und Vermehrung alter Obstsorten um ihrer selbst willen, sondern auch um die Verbesserung des typisch hessischen Lebensraums Obstwiese für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt, insbesondere für die Streuobstvögel. In der Projektsäule „Vielfalt in Fruchtfolgen im Ackerbau“ schließlich wird derzeit von der Vogelschutzwarte gemeinsam mit Verbandsvertretern und Fachornithologen untersucht, wie sich der Anbau nachwachsender Rohstoffe auf Feldvogelgemeinschaften auswirkt und wie sich die daraus eventuell erwachsenden negativen Einflüsse minimieren oder sogar ins Positive drehen lassen.

Sprecher der Projektsäule „Grünland und Weiden: Augenweiden in Hessen“ ist Gerd Bauschmann von der Staatlichen Vogelschutzwarte, gleichzeitig auch Vorsitzender des Vereins „Weidewelt“, der sich mit naturschutzkonformer Landnutzung durch Beweidung auseinandersetzt. Die Projektsäule ist in drei Bausteine gegliedert:

  • Baustein 1: Beratung von Weideverbundprojekten
  • Baustein 2: Informationssystem zu Weideverbundprojekten
  • Baustein 3: Mittelakquise für Weideverbund- und Tierzuchtprojekte

Bei einem ersten Erfahrungsaustausch „Weideprojekte in der Praxis“, an dem Landwirte, Behördenvertreter und Naturschützer teilnahmen, wurde festgestellt, dass noch großer Beratungsbedarf herrscht. Es wurde daher vereinbart, in der Wetterau unter dem Begriff „Weideverbund Wetterau“ einen „Runden Tisch Beweidung“ durchzuführen sowie eine GIS-basierte Karte mit Angaben zu bereits beweideten und aus naturschutzfachlicher Sicht beweidbaren Flächen sowie den realen und potenziellen Beweidern zu erstellen. Im Kellerwald werden die Träger des Großschutzgebiets-Projektes zur Etablierung einer „Arche-Region“ beraten.

Die Website „Weideprojekte in Hessen“ (www.weideprojekte-hessen.de) ist die Basis für ein Informationssystem zu Weideverbundprojekten. Den Nutzern werden u.a. detaillierte Informationen über eine Vielzahl von Weideprojekten in Hessen und differenzierte Beratung angeboten.

Eine Machbarkeitsstudie im „Grünlandprojekt Spessart“ zur Entwicklung relevanter Maßnahmen im Bereich des Arten- und Lebensraummanagements wurde erstellt. Sie stellt die Basis für ein EU-Fördervorhaben LIFE+ dar. In der Wetterau ist 2011 ebenfalls eine Machbarkeitsstudie für ein Förderprojekt „Weideverbund Wetterau“ in der Kulisse von EU-Vogelschutzgebiet, FFH-Gebieten, LSG und Überschwemmungsgebieten vorgesehen.


Ministerin Lucia Puttrich (links) mit der GEH-Geschäftsführerin Antje Feldmann und dem Sprecher der Nachhaltigkeits-Projektgruppe Gerd Bauschmann bei der Vorstellung des Posters.

Ministerin Lucia Puttrich lobte auf dem Hessentag in Oberursel die Aktivitäten der Projektgruppe „Grünland und Weiden: Augenweiden in Hessen“ und insbesondere deren Initiativen zu den nachhaltigen Landwirtschafts- und Naturschutzprojekten „Grünlandprojekt Spessart“ und „Weideverbund Wetterau“. Wie sie sagte, leisten extensive Weidesysteme einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt auf allen Ebenen, also dem Erhalt von Landschaften und Lebensräumen, von Tier- und Pflanzenarten sowie der genetischen Vielfalt bei Nutztieren, insbesondere dem Erhalt alter Rassen.

Da großflächige, vielgestaltige Weidelandschaften zahllose Besucher anlocken und somit auch den Tourismus fördern, hat die Projektgruppe jetzt ein Poster „Augenweiden in Hessen“ sowie eine Postkartenserie herausgebracht, die dazu dienen sollen, nicht nur die Schönheit der Landschaften, sondern auch deren Funktionen zu präsentieren. Ministerin Puttrich stellte am Gemeinschaftsstand der Projektgruppe und der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen (GEH) die neuen Medien der Öffentlichkeit vor.

Poster und Postkarten sind zu beziehen bei der GEH, Walburgerstraße 2, 37213 Witzenhausen, Tel.: 05542/1864.
 

4. Dezember 2010: Erfahrungsaustausch "Weideprojekte in der Praxis"

Im Rahmen der Projektsäule „Grünland und Weiden: Augenweiden in Hessen“ des hessischen Nachhaltigkeitsprojektes „Artenvielfalt in Hessen - auf Acker, Weiden und in Gärten“ fand am 4. Dezember 2010 eine gemeinsame Veranstaltung der Hessischen Naturschutzakademie (NAH) mit dem Weideverein Taurus e. V. und Weidewelt e.V. statt.

Schwerpunkte der Veranstaltung, die sich überwiegend an die Initiatoren von Beweidungsprojekten in Hessen richtete, waren EU-Vorgaben und Aspekte des Tierschutzes und der Tiergesundheit.

Programm:
Begrüßung und Eröffnung

Bernhard Neugirg, Naturschutz-Akademie Hessen, Wetzlar
Gerd Bauschmann, Sprecher der Projektgruppe Grünland und Weiden, Weidewelt e.V


Das Projekt Agrobiodiversität im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen
Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden

Vorstellung der Weide-Webseite
Klaus Erber, Weideverein Taurus e.V., Marburg

Cross Compliance - Anforderungen an den Erhalt der Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand
Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden

Tierkennzeichnung und Tiergesundheit
Dr. Michael Sallmann, RP Gießen, Dez. Veterinärwesen und Verbraucherschutz

Aspekte des Tierschutzes
Dr. Madeleine Martin, Landestierschutzbeauftragte Hessen, Wiesbaden

Der Vortrag des Weidewelt-Vorsitzenden Gerd Bauschmann findet sich unter http://www.na-hessen.de/downloads/10n177weideprojekterueckblickundausblick.pdf

Die Vorträge der Referenten Dr. Hüther und Dr. Sallmann unter http://www.na-hessen.de/downloads/10n177weideprojekteweidesymposium.pdf und http://www.na-hessen.de/downloads/10n177weideprojekteaugenweiden.pdf

Die homepage mit den hessischen Weideprojekten unter www.weideprojekte-hessen.de



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